14.05.09

Pressegespräch: Der weitere Kurs von SBB Cargo

Viele Journalistenfragen hatten heute vormittag Nicolas Perrin (CEO) und Annette Jordan (Leiterin International) beim traditionellen Pressegespräch von SBB Cargo zu beantworten. Zahlreiche Medienvertreter waren in den Cargo-Cube gekommen, so dass die Plätze am Tisch nicht ausreichten und zusätzliche Stühle herbei geholt werden mussten.

Besonderes Interesse fanden die Ausführungen zur gegenwärtigen konjunkturellen Situation und zur Suche der Schweizer Bahn nach einem starken internationalen Partner für ihre Güterverkehrssparte. “Wir stellen uns auf eine längere schwierige Zeit ein, sehen aber erste Tendenzen, dass der Rückgang beim Transportvolumen nicht mehr so rasant weitergeht”, betonte Nicolas Perrin. Bisher sei im Jahr 2009 allerdings im Schnitt der Umsatz von SBB Cargo im Vergleich zum Vorjahr um 17 % zurückgegangen. Perrin: “Damit hat uns die Krise nicht ganz so stark wie andere europäische Güterbahnen getroffen.

Die Suche nach einem Partner geschehe nicht aus einer Position der Schwäche heraus. Sondern aus der Erkenntnis, dass die Schweizer Güterbahn zu klein sei, um im internationalen Geschäft eigenständig an führender Position mitspielen zu können. Zu den Stärken von SBB Cargo - so Annette Jordan - gehöre beispielsweise die Aufbauarbeit in Italien: “Wir haben in Norditalien die Schiene wieder attraktiv gemacht und sind heute dort die Nummer 2 auf dem Markt.” Weitere Vorteile seien der “Swissness-Faktor” bei Qualität und Pünktlichkeit sowie die Fähigkeit, auf der Nord-Süd-Strecke über die Alpen Transporte aus einer Hand organisieren zu können.

Zwischen Mannheim und Basel haben wir heute einen Marktanteil von rund 30 Prozent“, betonte Annette Jordan. Das internationale Geschäft sei vom Umsatz her mitterweile genauso groß wie der Binnenverkehr in der Schweiz. “Das erklärte Ziel bei der Suche nach einem Partner ist es, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken“, bekräftigte Nicolas Perrin vor den Journalisten, “denn unsere Hauptkonkurrenz ist die Strasse“. Ein weiterer Preisverfall bei den Bahntransporten dürfe nicht weiter zugelassen werden, da seien alle Güterbahnen gemeinsam gefordert. Perrin: “Es wäre absolut verheerend, wenn das Preisniveau weiter sinkt”. Denn dann fehle den Güterbahnen längerfristig die Substanz, um solche Krisen wie die gegenwärtige zu überstehen.

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